Projekte

Schweinswale in den Flüssen Elbe und Weser

Unser Hauptprojekt in Deutschland: Es umfasst das Schweinswal-Sichtungsprogramm, Totfundbergungen und Datenerhebungen zum Vorkommen der kleinen Wale in den Flüssen Elbe und Weser sowie die Einführung von adäquaten Schutzmaßnahmen. Sie können auf unserer Homepage mehr über die Beobachtungen der letzten Jahre in verschiedenen Beiträgen und auf den interaktiven Sichtungskarten erfahren und gerne ihre eigenen Schweinswal-Sichtung und Begegnungen melden.

Die Schweinswale in Weser und Elbe sind meist einzeln oder als Duo nahe am Elbufer unterwegs, aber auch Gruppen von bis zu 20 Individuen wurden in Hamburg bei Teufelsbrück im Fahrwasser gesichtet, unglaublich, mehr als 90 Kilometer von der Küste entfernt. Schweinswale e.V. informiert mit Beiträgen in den Medien und durch die Sichtungskarten die Öffentlichkeit und gibt die Daten an die Behörden weiter, damit dies nicht unentdeckt bleibt und die Schweinswale und ihr Schutz mehr Aufmerksamkeit bekommen. Viele Hamburger konnten 2013 und 2016 die kleinen Wale ganz nah beobachten.

Schutz in Nord- und Ostsee

Der Schweinswal ist unser einziger heimischer Wal, das heißt die einzige Walart, die in den deutschen Gewässern in der Nord – und Ostsee ganzjährig vorkommt und hier auch ihre Jungen zur Welt bringt. Vor der Nordseeinsel Sylt befindet sich ein für die Geburt und Kälberaufzucht wichtiges Gebiet, das deshalb seit 1999 zum ersten Walschutzgebiet Deutschlands erklärt wurde. Ebenso spielt das Sylter Außenriff eine große Rolle. In der inneren Ostsee ist eine kleine Population vom Aussterben bedroht. Doch wirkungsvolle Schutzmaßnahmen sind bislang nicht erlassen worden. Es gibt noch viel, das für den Schutz unserer heimischen Wale umgesetzt werden muss. Helfen Sie uns bitte dabei!

Sichtungs- und Bergungsprogramm

Schweinswale schwimmen im Frühjahr weit in die Unterelbe und jagen im Hamburger Hafen, ebenso sind sie in der Weser bis Bremen und in Jade und Ems zu sehen. Seit 2007 wird unser Sichtungsprogramm durchgeführt und soll als Langzeit-Monitoring das Vorkommen der Schweinswale in Elbe und Weser weiterhin dokumentieren: Bitte melden Sie jede Sichtung mit genauen Angaben!

Hier geht’s zum Sichtungsformular:

Peru Patendelfin Vitali-Pal. Foto: ACOREMA

Schutz der Delfine und Wale vor Perus Küste bei Paracas

Etwa 30 Wal- und Delfinarten sind im Pazifik vor Peru anzutreffen. Sogar eine eigene Art, der Peruanische Schnabelwal (Mesoplodon peruvianus), wurde hier entdeckt und von unserem peruanischen Projektpartner Julio Reyes beschrieben. Doch so vielfältig die Arten, so vielfältig sind auch die Gefahren, denen vor allem die Kleinwale in den Gewässern des Andenstaates ausgesetzt sind.

1999 besuchte die Biologin Denise Wenger aufgrund der Bedrohungssituation für die Delfine in Peru die peruanische Meeresschutzorganisation ACOREMA in Pisco und lernte Julio Reyes und Monica Echegaray persönlich kennen. Direkte Jagd auf Delfine und Schweinswale vor der Küste und Vermarktung des Fleisches auf den Fischmärkten war an der Tagesordnung, auch wenn es bereits per Gesetzt verboten war. Durch Kontrollen, Öffentlichkeitsarbeit, Zusammenarbeit mit Ministerien, Schulprojekten und vielen Kampagenen gegen Jagd auf Delfine, Dynamitfischerei und Meeresverschmutzung konnte Im Distrikt Paracas eine deutliche Verbesserung erreicht werden. Zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Delfine wurden umgesetzt und auf den örtlichen Märkten wird kein Delfinfleisch mehr vorgefunden und die Strände sind frei von Plastik.

Dank der Unterstützung von Delfinpaten, Förderern und Sponsoren wie Rapunzel Naturkost und Deutsche Umwelthilfe mit Mitteln aus dem HAND-IN-HAND-Fonds konnten bis heute diese Teilprojekte erfolgreich durchgeführt werden. Damit diese Verbesserungen aufrecht erhalten und weitere Schutzmaßnahmen umgesetzt werden können, muss die hervorragende Arbeit von ACOREMA weiterhin unterstützt werden. Bitte helfen Sie uns dabei mit Ihrer Spende oder der Übernahme einer Delfin-Patenschaft.

Vaquita

Vaquita – Der kleinste Wal – Art ist vom Aussterben bedroht!

Vor 20 Jahren schwammen noch annähernd 600 der kleinen Schweinswale im Golf in Mexiko – 2016 waren nur noch etwa 100 von ihnen übrig geblieben, heute vermutlich sind es nur noch 10 – 30 Vaquitas. Die Haupttodesursache, die so verheerend die wenigen noch verbliebenen Wale tötet und das Aussterben diese wunderbaren, kleinsten Schweinswalart verursacht, ist ihr Beifang in Fischernetzen, vor allem Stellnetzen. Zudem macht ihnen die Wasserverschmutzung mit Pestiziden und Keimen zu schaffen.

Können wir das Aussterben des kleinsten Schweinswals noch verhindern?

Nach neuesten Meldungen im Juni 2018 scheint nicht mehr als ein Dutzend Vaquitas noch zu leben, dies würde, wenn nicht ein Wunder geschieht, bedeuten, dass der kleinste aller Wale bald ausgestorben sein wird, diese besondere Schweinswalart für immer auf der Erde ausgelöscht wurde – durch den Menschen. Nicht kontrollierbare illegale Fischerei im Gebiet der Vaquitas für den illegalen und kriminelle Handel mit Schwimmblasen eines geschützten Fisches verursachten den Beifangtod der kleinsten aller Wale in den Stellnetzen, bis nun fast keine mehr übrig geblieben sind. Unzureichende Schutzmaßnahmen, fehlende Mittel, zu wenig Interesse und Einsatz, wie konnte dies geschehen, dass diese besonderen Wale nicht gerettet wird?

Ihr Schicksal darf nicht vergessen werden und deshalb und mit einem winzig kleinen Hoffnungsschimmer setzen wir uns zusammen mit  anderen Gruppen noch für weitere Untersuchungen und die Umsetzung von Schutzmaßnahmen, wie ein völliges Verbot der Fischerei in dem kleinen Verbreitungsgebiet der Vaquitas, ein. Helfen Sie uns dabei, mehr Informationen finden Sie auf der Projektseite. Bitte unterstützen Sie die Petition!