Projekte

Schweinswal Rollende Bewegung beim Auftauchen

Schweinswale in den Flüssen Elbe und Weser

Das ist im Moment unser Hauptprojekt in Deutschland. Es umfasst das Schweinswal-Sichtungsprogramm und Datenerhebungen zum Vorkommen der kleinen Wale in den Flüssen sowie die Einführung von adäquaten Schutzmaßnahmen. Sie können auf unserer Homepage mehr über die Beobachtungen der letzten Jahre in verschiedenen Beiträgen erfahren und gerne ihre eigenen Schweinswal-Sichtung und Begegnungen melden.

Der Schweinswal ist unser einziger heimischer Wal, das heißt die einzige Walart, die in den deutschen Gewässern in der Nord – und Ostsee ganzjährig vorkommt und hier auch ihre Jungen zur Welt bringt. Vor der Nordseeinsel Sylt befindet sich ein für die Geburt und Kälberaufzucht wichtiges Gebiet, das deshalb seit 1999 zum ersten Walschutzgebiet Deutschlands erklärt wurde. Aber es gibt noch viel, das für einen wirklichen Schutz unserer heimischen Wale umgesetzt werden muss. Helfen Sie uns bitte dabei!

Schweinswalsichtungen melden und im Schweinswalschutz helfen!

Schweinswale schwimmen im Frühjahr weit in die Unterelbe und jagen im Hamburger Hafen, ebenso sind sie in der Weser bis Bremen zu sehen. Wir müssen den Schweinswalen auf die Schliche kommen: Bittemelden Sie jede Sichtung mit genauen Angaben. Hier geht’s zum Sichtungsformular:

Peru Patendelfin Vitali-Pal. Foto: ACOREMA

Schutz der Delfine und Wale vor Perus Küste bei Paracas

Etwa 30 Wal- und Delfinarten sind im Pazifik vor Peru anzutreffen. Sogar eine eigene Art, der Peruanische Schnabelwal (Mesoplodon peruvianus), wurde hier entdeckt und von unserem peruanischen Projektpartner Julio Reyes beschrieben. Doch so vielfältig die Arten, so vielfältig sind auch die Gefahren, denen vor allem die Kleinwale in den Gewässern des Andenstaates ausgesetzt sind.

1999 besuchte Denise Wenger aufgrund der Bedrohungssituation für die Delfine in Peru die peruanische Meeresschutzorganisation ACOREMA in Pisco und lernte Julio Reyes und Monica Echegaray persönlich kennen und dies war der Beginn eines wunderbaren und erfolgreichen Projektes, das so ins Leben gerufen wurde und bei dem seitdem zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Delfine durchgeführt werden konnten.

Dank der Unterstützung von Delfinpaten, Förderern und Sponsoren wie Rapunzel Naturkost und Deutsche Umwelthilfe mit Mitteln aus dem HAND-IN-HAND-Fonds konnten bis heute zahllose Teilprojekte gegen die direkte Jagd auf Delfine, gegen Dynamitfischerei und Meeresverschmutzung erfolgreich durchgeführt werden sowie Projekte mit Schulen und intensive Öffentlichkeitsarbeit.

Vaquita

Vaquita – Der kleinste Wal – Art ist vom Aussterben bedroht!

Noch vor 20 Jahren schwammen annähernd 600 der kleinen Schweinswale im Golf – 2016 sind nur noch etwa 100 von ihnen übrig geblieben. Die Haupttodesursache, die so verheerend die wenigen noch verbliebenen Wale vernichtet, ist ihr Beifang in Fischernetzen, vor allem Stellnetzen. Zudem macht ihnen die Wasserverschmutzung mit Pestiziden u.a. im Golf zu schaffen.

Können wir das Aussterben des kleinsten Schweinswals noch verhindern?

Nach neuesten Meldungen im Juni 2018 scheinen nicht mehr als ein Dutzend Vaquitas noch zu leben, dies würde, wenn nicht ein Wunder geschieht, bedeuten, dass der kleinste aller Wale bald ausgestorben sein wird, diese besondere Schweinswalart für immer auf der Erde ausgelöscht wurde – durch den Menschen. Nicht kontrollierbare illegale Fischerei im Gebiet der Vaquitas für den illegalen und kriminelle Handel mit Schwimmblasen eines geschützten Fisches verursachten den Beifangtod der kleinsten aller Wale in den Stellnetzen, bis nun fast keine mehr übrig geblieben sind. Unzureichende Schutzmaßnahmen, fehlende Mittel, zu wenig Interesse und Einsatz, wie konnte dies geschehen, dass diese besonderen Wale nicht gerettet werden konnten?

Ihr Schicksal darf nicht vergessen werden und deshalb und mit einem winzig kleinen Hoffnungsschimmer setzen wir uns zusammen mit  anderen Gruppen noch für weitere Untersuchungen und die Umsetzung von Schutzmaßnahmen, wie ein völliges Verbot der Fischerei in dem kleinen Verbreitungsgebiet der Vaquitas, ein. Helfen Sie uns dabei, mehr Informationen finden Sie in einem aktuellen Beitrag: Die letzten ihrer Art – nur noch schätzungsweise 12 Vaquitas leben noch!